Typisch Winterthur


Albanifest
Albanifest

Zwar haben auch andere Städte ihr Stadtfest, das Albanifest aber ist - so machen jedenfalls die Veranstalter geltend - das grösste jährlich wiederkehrende Stadtfest in ganz Europa. Gross ist das Fest, das immer am letzten Wochenende des Monats Juni stattfindet, tatsächlich, verwandelt es doch die gesamte Winterthurer Innenstadt in einen riesigen, turbulenten Rummelplatz mit rund 100 improvisierten Festbeizen von Clubs und Vereinen, die dicht aneinander gereiht auf den Plätzen und in den Gassen der Altstadt stehen, ergänzt durch Chilbibahnen, Stände und Buden sowie rund 100 000 Gäste aus nah und fern.

→  www.albanifest.ch


Club zur Geduld
Club zur Geduld

Hinter der frühbarocken Fassade an der Marktgasse 22 trifft sich, wer unter sich bleiben will: Früher waren das ausschliesslich Männer der gehobenen Gesellschaft, heute sind auch Damen akzeptiert, und der einst strikte Krawattenzwang wurde inzwischen abgeschafft. Am exklusiven Anspruch allerdings wird festgehalten. Um in den Club aufgenommenzu werden, braucht man die Empfehlung zweier Clubmitglieder, bezahlt einen substanziellen Jahresbeitrag und verpflichtet sich zu Konsumationen in grösserem Umfang. Gegründet hat den Club «zur Geduld» 1919 der Kunstmäzen und Mitbesitzer der Welthandelsfirma Volkart, Oskar Reinhart. Er liess sich dabei von den exklusiven Männerclubs in London inspirieren. Zum Haus gehören eine Bar und ein Billardsalon, ein Restaurant, der Damensalon, die Bibliothek, der Festsaal und das Biedermeierzimmer.

→  www.zurgeduld.ch


Herrenstuben-Gesellschaft

Die Herrenstuben-Gesellschaft pflegt gemäss ihren Statuten «die Kameradschaft zwischen Männern von Bildung, Rang und allgemeinem Einfluss in der hiesigen Stadt». So trifft man sich immer am letzten Donnerstag im November zum sogenannten «Hühnermahl», in dessen Mittelpunkt witzig-geistreiche Tischreden stehen. Die Bezeichnung «Hühnermahl» geht auf den alten Brauch zurück, dass der Schlossherr von Kyburg jeweils die Fasnachtshühner lieferte. Zum «Hühnermahl» eingeladen sind männliche Regierungs- und Parlamentsmitglieder aus Stadt, Kanton und Bund, Bezirksräte, Richter, Anwälte, Notare sowie in Winterthur wohnhafte oder wirkende Doktoren aller Fakultäten und die Mitglieder des geistlichen Standes. Darüber hinaus gehören zur Gesellschaft traditionsgemäss die Nachkommen der Familien Hegner und Steiner sowie die Schlossherren von Winterthur und Umgebung. Die Herrenstuben-Gesellschaft ist ein Relikt aus dem 14. Jahrhundert. Sie wurde damals als Trinkstube für «Herren» gegründet, zu denen Adlige, Kleriker und Ratsherren gehörten. Als die Adligen und Kleriker rarer wurden, erweiterte man die Herrenstube um Inhaber von städtischen Ämtern, Mediziner und Angehörige der beiden führenden Familien Hegner und Steiner, die seither als «Erbzünfter» dazugehören. Im Gefolge der Französischen Revolution und der Losung «liberté, égalité, fraternité» löste sich die Herrenstuben-Gesellschaft vorübergehend auf. Bereits 1807 wurde sie aber reaktiviert und hat sich bis heute gehalten.

Pünten
Pünten

«Sind das die Slums von Winterthur?», soll einmal ein ausländischer Zugsreisender gefragt haben, als er an den Püntenhäuschen in Winterthur-Töss vorbeifuhr. Diese amüsante Anekdote wird gerne immer wieder kolportiert in der Stadt. Tatsächlich erinnern die kleinen Holzhäuschen mit den grünen und blauen Wassertonnen davor, den improvisierten Vordächern und den freihändig erstellten Plastikverschlägen ein bisschen an Bidonvilles. Pünten-Kolonien begegnet man überallin der Stadt und sie haben eine lange Tradition und sind ein integraler Bestandteil des Stadtbilds. Es werden allerdings immer weniger.Während man 1975 noch 4362 Pünten zählte, waren es 2009 nur noch gut 3000. Geändert hat sich auch die Zweckbestimmung. Während die Pünt früher primär dazu diente, Gemüse für die Selbstversorgung anzubauen, mutieren die ehemaligen «Geräteschuppen» in jüngerer Zeit immer mehr zu Kleinstwochenendhäuschen, wo man sich im Sommer in geselliger Runde zu Bier und Wurst trifft.



FCW Schützenwiese
Schützenwiese

Die Schützenwiese ist das Heimstadion des FC Winterthur. Das in die Jahre gekommene Bauwerk aus den 1950er-Jahren kann sich zwar nicht mit den Superstadien anderer Städte messen, geniesst aber bei den Winterthurerinnen und Winterthurern viel Sympathie und passt irgendwie auch zum FCW, der noch nie mit der grossen Kelle anrichtete auch nicht, als er noch in der Super League spielte. Abgebrochen und ersetzt wurde unterdessen die Osttribüne aus dem Jahr 1957. Seit Februar 2015 steht die neue überdachte Gegentribüne mit 3600 Stehplätzen. Zu den Kosten musste der FCW selbst eine Million Franken beitragen, um der Stadt unter die Arme zu greifen. Er gründete dafür einen separaten Verein. Ein weiterer Verein wurde gegründet, um das Alternative Kraftwerk Winterthur (AKW), sprich eine Fotovoltaik-Anlage auf dem neuen Dach, zu finanzieren. Die ebenfalls nötige Sanierung der maroden Haupttribüne kollidiert mit der maroden Situation der städtischen Finanzen, so dass es noch ein paar Jahre dauern wird, bis diese Arbeiten in Angriff genommen werden. Das stört die eingefleischten FCW-Fans nicht wirklich - insbesondere nicht jene, die eh in der Bierkurve stehen während den Spielen. Eine Spezialität des FCW ist auch die Sirupkurve für die Kleinen und der Salon Erika, der Kunst und Prosecco ins Fussballstadion bringt. Basisstation des FCW ist aber die genossenschaftlich finanzierte Libero-Bar, die ihre Gewinne in den FCW investiert.

Seilerei Kislig
Seilerei Kislig

In einem auffälligen, fast 100 Meter langen, niedrigen Holzbau mitten im Wohnquartier Breite werden bis heute Seile nach alter Tradition angefertigt. Der Betrieb ist der letzte seiner Art in der Schweiz und die Seilerei befindet sich noch weitgehend im originalen Zustand. Die Länge des 1878 erbauten Gebäudes ergibt sich aus der Notwendigkeit, die Fäden und Stränge in ihrer ganzen Länge aufzuspannen, um sie so zum fertigen Seil zu verarbeiten. Seilbahn nennt man im Fachjargon den Korridor, der sich von vorn bis hinten durch das einstöckige Gebäude zieht. Der heutige Besitzer der Seilerei, Martin Benz, machte seine Seilerlehre beim alten Patron Albert Kislig und übernahm 2003 dessen Betrieb. Produziert werden Seile für individuelle Bedürfnisse, zum Beispiel für Zirkusartisten, fürs Theater, für die Land- oder Forstwirtschaft, Spielplatzbauer, Uhrenmacher oder Pfadfinder. Die Seilerei kann nach Voranmeldung besichtigt werden, nach Wunsch verbunden mit der Herstellung eines eigenen Seils und einem anschliessenden Apéro, Suppenplausch oder Candlelight-Dinner.

Breitestrasse 18. →  www.seile.ch

Sommertheater Winterthur
Sommertheater

Die Anfänge des Sommertheaters gehen zurück ins Jahr 1865. Damals gab es zum ersten Mal sommerliche Theateraufführungen unter freiem Himmel, auf einem Platz gegenüber dem heutigen Casinotheater. 1881 wechselte das Theater in den Garten des Cafés Strauss, wo mit Unterbrüchen bis 1890 immer mal wieder gespielt wurde. Ab dann wurde das Sommertheater zu einer Institution mit einem regelmässigen Sommerspielplan. Das Hauptgewicht lag damals und liegt heute noch auf der heiteren Muse, von der Posse über das Lustspiel bis zum Schwank. Dazu passt, dass das Publikum an Tischen sitzt, vor sich einen Eiscafé, ein Bier oder ein Glas Wein. Während der Vorführungen sperrt die Polizei die nahe vorbeiführende Stadthausstrasse ab, damit das Theaterpublikum nicht durch Verkehrslärm gestört wird. Durchfahren dürfen nur die städtischen (Trolley-)Busse, die praktisch lautlos unterwegs sind. Während man früher unter dem Dach der alten Kastanienbäume sass, spannt sich heute ein Zeltdach über den Platz - eine Massnahme gegen die Wetterunsicherheiten, mit denen in unseren Breitengraden auch im Sommer zu rechnen ist.

Stadthausstrasse 8a. →  www.sommer-theater.ch

Wintower
Wintower

Der Wintower heisst im Volksmund noch immer Sulzer-Hochhaus, war es doch der Industriekonzern, der sich damit 1966 als wichtigster Winterthurer Arbeitgeber ein Denkmal setzte. Das zuerst als «unwinterthurerischer Fremdkörper» kritisierte Bauwerk wurde rasch zu einem Wahrzeichen der Stadt und war bis zur Eröffnung des Basler Messeturms (105 m) im Jahr 2003 mit 92,4 m das höchste Gebäude der Schweiz. Unterdessen sind weitere, bedeutend höhere Türme in Zürich und Basel dazugekommen und der Wintower ist numehr irgendein Hochhaus unter vielen. Als Sulzer das Bürohochhaus nach Umstrukturierungen und einem massiven Arbeitsplatzabbau nicht mehr benötigte, erwarb es der Winterthurer Immobilienkönig Bruno Stefanini respektive seine Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte. Er sanierte das in die Jahre gekommene Gebäude und stockte es von 26 auf 28 Stockwerke auf. Nachdem es danach lange leerstand, ist jetzt Sulzer wieder eingezogen - diesmal als Mieter.

Siehe Rubrik →  «Rund um den Bahnhof».

Singfrauen Winterthur
Singfrauen

Gegründet hat die Singfrauen Winterthur die vielseitige Sängerin und Stimmimprovisatorin Franziska Welti. Der Chor entstand aus der Lust am gemeinsamen Singen und wird unterdessen vom kraftvollen Klang von über 50 Frauenstimmen getragen. Die Singfrauen pflegen ein sehr breites und vielfältiges Repertoire von Klassik über Volkslieder aus aller Welt bis zu Rock, Jazz oder Balladen und es ist ihnen ein Anliegen, den Kulturaustausch mit anderen Frauenchören - etwa mit Tutarchela aus Georgien - zu pflegen. «Der etwas andere Frauenchor», wie sich die Singfrauen selber nennen, tritt regelmässig mit Konzerten auf - in Winterthur und anderswo.

→  www.singfrauen-winterthur.ch


Orchesters Musikkollegium
Freikonzerte

Gratiskonzerte des Orchesters Musikkollegium haben in Winterthur eine lange Tradition. Sie wurden 1875 als Gegenleistung für den städtischen Beitrag an das Stadtorchester eingeführt und waren von Anfang an ein grosser Publikumserfolg. Es war eine fortschrittliche Errungenschaft, geprägt von den demokratischen Ideen, die in der Arbeiterstadt seit jeher einen hohen Stellenwert hatten. Dazu passt, dass bis 1936 in den Wohlfahrtshäusern der Gebrüder Sulzer und der Schweizerischen Lokomotivfabrik (SLM) Samstagnachmittagskonzerte durchgeführt wurden. Zwischen 1970 und 1992 fand ausserdem jährlich ein Freikonzert im Volkshaus statt. Aufgrund von Sparmassnahmen wurden die Freikonzerte dann von rund 25 auf 20 reduziert, später auf 10.

→  www.musikkollegium.ch

Hardstudio Winterthur
Hardstudios

Die Hardstudios gehören zu den grössten und wichtigsten Aufnahmestudios der Deutschschweiz. Auf die Professionalität der Studios setzen namhafte Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Klassik, Pop, Jazz und Volksmusik. Auf der Gästeliste trifft man auf DJ Antoine oder auf Heidi Happy, auf die Knabenkantorei Basel, die Pepe Lienhard Big Band, Dieter «Yello» Meier oder das Zurich Jazz Orchestra. Regelmässig trifft man Tonmeister Moritz Wetter auch im Stadthaussaal Winterthur an, wo er ausgewählte Konzerte des Musikkollegiums aufnimmt. Oder er zeichnet (im Auftrag des SRF) das Eidgenössische Jodlerfest in Interlaken auf. Oder er produziert eine CD zum Musical «Dällebach Kari». Die Hardstudios haben ihren Sitz in der ehemaligen Grossspinnerei Hard in Wülflingen. Der unauffällige Eingang weist nicht darauf hin, dass hier die Grössen des Musikgeschäfts ein- und ausgehen. Bescheidenheit und Understatement sind eben typisch für Winterthur.

→  www.hardstudios.ch

Nagelfabrik Winterthur
Nagelfabrik

Die «Nagli» ist die letzte Produktionsstätte für Nägel und Stifte in der Schweiz. In der 1895 gegründeten Schweizerischen Nagelfabrik AG Winterthur lebt ein Stück alte Industriekultur weiter: Die monoton hämmernden alten Maschinen und die Transmissionsriemen vermitteln einen Eindruck der industriellen Produktion in den Pionierzeiten. Gerettet haben die vom Abriss bedrohte Fabrik unweit des Bahnhofs Grüze der Wirtschaftshistoriker Hans-Peter Bärtschi und die Stiftung «Schweizerische Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur». Während im modernisierten Teil der «Nagli» noch immer Nägel für den Markt produziert werden, kann man im Schaubetrieb, im alten Teil der Fabrik, hautnah und lautstark miterleben, wie Nägel anno dazumal hergestellt wurden.

St. Gallerstrasse 138, Winterthur-Grüze.
→  www.nagli.ch


Schrebergärten Winterthur
Schrebergärten

Ein Schrebergarten ist keine Pünt - jedenfalls nicht in Winterthur. Eine Pünt besteht aus einem normierten Gerätehäuschen und einem Pflanzblätz, Schrebergärten hingegen sind kleine Wochenendhäuschen mit Garten, die als Rückzugsort dienen, wo man sich entspannt und erholt. Die Winterthurer Schrebergartenanlage befindet sich oberhalb des Schwimmbads Wolfensberg und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Verein für Volksgesundheit, der heutigen Vitaswiss, gegründet, um den städtischen Menschen wieder näher zur Natur zu bringen. An der Schweizerischen Landesausstellung von 1924 wurde ein Modell der Kolonie mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Auch heute noch sind die Schrebergärten beliebt und begehrt. Die Häuschen sind privat, der Boden gehört dem Verein.



Schwingermuseum Winterthur
Schwingermuseum

Winterthur ist zwar offiziell eine Grossstadt, trotzdem aber der bäuerlichen Scholle noch immer sehr nah. So brachte der Schwingclub Winterthur in der jüngeren Vergangenheit drei Schwingerkönige hervor: Walter Flach, Karl Meli und Noldi Ehrensberger. Karl Meli, einer der höchst dekorierten Schweizer Schwinger überhaupt, führte ein Quartierrestaurant in Veltheim, das unterdessen seine Tochter Iréne Bodenmann-Meli übernommen hat - auch sie eine mehrfache Kranzschwingerin und Schwing-Trainerin. Zusammen mit anderen Frauen hat sie die Männerdomäne geknackt und betreut als Präsidentin den Frauenschwingclub Zürich. Daneben führt sie als bodenständige Wirtin den «Sternen» in Veltheim, dem sie im oberen Stock ein Schwingermuseum angegliedert hat. Dort sind neben den vielen Trophäen des Vaters viele weitere Erinnerungsstücke aus 100 Jahren Schwingsport zu sehen.

Löwenstrasse 4. →  www.schwingermuseum.ch

Tech-Umzug
Tech-Umzug

Mit dem jährlichen Tech-Umzug feiern die Studierenden des ehemaligen Technikums Winterthur - heute Teil der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) - seit Jahrzehnten ihren Studienabschluss. Dabei ziehen sie mit abenteuerlichen Fahrzeugen durch die Strassen rund um die Altstadt. Das Ereignis kündigt sich jeweils schon eine Woche vorher an: In dieser letzten Unterrichtswoche nämlich kleiden sich die Diplomanden traditionell in Frack und Zylinder und tragen alle einen Vollbart, den sie sich in den letzten 100 Tagen haben wachsen lassen; die Damen sind in anmutigen Biedermeier-Kleidern unterwegs. Der Umzug findet jeweils Mitte Juni statt.

Informationen unter →  www.zhaw.ch
oder bei
→  Winterthur Tourismus.


Velos
Velos

In Winterthur ist das Velo seit jeher das beliebteste Verkehrsmittel, um sich in der Stadt fortzubewegen. Damals, als die Firma Sulzer mit Tausenden von Beschäftigten noch grösste Arbeitgeberin war, ergoss sich nach Fabrikschluss regelmässig ein Pulk von Velofahrerinnen und Velofahrern auf die Zürcherstrasse, und seit Generationen gehört es unabhängig von Stand und Einkommen zum guten Ton, am Wochenmarkt mit dem Velo einzukaufen. Auch die meisten Pendlerinnen und Pendler benutzen für ihre Fahrt zum Bahnhof das Fahrrad, was dort zu chaotischen Parkierverhältnissen führt - trotz Velostationen und Veloparkhaus. Auch sonst gibt es kaum einen Ort in der Innenstadt, der sicher ist vor parkierenden Velofahrerinnen und Velofahrern. Weil das Velofahren so wichtig ist in der Stadt, hat die Stadtregierung bereits in den 1970er-Jahren angefangen, das Radwegnetz gezielt auszubauen. Die Aussenquartiere sind heute mit je mindestens zwei Routen erschlossen, eine schnelle auf der Hauptachse sowie eine beschauliche auf Quartierstrassen und Radwegen. Das Velowegnetz der Stadt ist rund 175 km lang und an die Velowegnetze der Region angeschlossen. Es gibt allerdings auch Lücken im Netz. Dass sie auf dem Tapet bleiben, dafür sorgen die Velo-Lobbyistinnen und -Lobbyisten in der Stadt. Eine Velokarte, in der das engmaschige Netz empfohlener Veloverbindungen eingetragen ist, kann bei Winterthur Tourismus, Bahnhofplatz 7, erworben werden.

Siehe Rubrik →  «Rund um den Bahnhof».

Wildpark Bruderhaus
Ruth und die Wölfe

Dass es im Wildpark Bruderhaus Wölfe gibt, ist an sich nichts Besonderes. Speziell aber ist die Geschichte, wie Winterthur zu seinen Wölfen kam. Anlässlich eines Ausflugs des Wildparkvereins Bruderhaus in den Zürcher Tierpark Langenberg verguckte sich die damalige Winterthurer FDP-Gemeinderätin Ruth Werren in den Leitwolf Chico und begann in der Folge von einem Wolfsrudel in der eigenen Stadt zu träumen. Es gelang ihr, sowohl den Wildparkverein als auch die öffentliche Hand hinter sich zu scharen, allerdings machte Letztere klar, dass von ihr kein Geld für das Projekt zu erwarten sei. Die Wolfsfreundin startete daraufhin eine gross angelegte Sammelaktion und eroberte mit Keramikwölfen, T-Shirts, Postkarten etc. die Herzen und Portemonnaies der Spenderinnen und Spender. Heute lebt im 12 000 m2 grossen, zerklüfteten Wolfsgehege ein wachsendes Wolfsrudel - aufmerksam beobachtet von Wolfsmutter Ruth.

→  www.wildparkverein.ch
Siehe auch Rubrik →  «Spazieren - Wandern - Entdecken».

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