Kunst im öffentlichen Raum


Hans von Matt

Hans von Matt

Hans von Matt (1899-1985)

Zwei Reliefs, 1958
Marmor, 50 x 70 cm, 80 x 150 cm


St. Laurentiuskirche und Pfarrheim
Ecke Wülflingerstrasse / Oberfeldweg


Architekt: Hermann Baur, Basel, 1958

Hans von Matt
(*1899 in Stans / NW, † 1985 in Stans)

Er ist der Sohn des gleichnamigen Buchhändlers, Redaktors, Landammanns und Nationalrats Hans von Matt. 1918 bricht er das Gymnasiums ab und macht zunächst eine künstlerische Ausbildung als Maler an der Kunstgewerbeschule Luzern und wechselt 1919 an die Genfer Ecole des Beaux-Arts. Er pflegt Kontakte zu Kurt Seligmann und Alberto Giacometti. Bei einer Florenzreise 1920 beeindruckt ihn die Kunst von Sandro Botticelli stark. 1921 bis 1923 besucht er die Akademie der Bildenden Künste in München. In den 20er Jahren absolviert er ausserdem Kurse bei André Lhote in Paris. 1927 baut er in Stans sein eigenes Atelierhaus. 1935 heiratet er die Malerin Annemarie Gunz. Ab 1924 beginnt er allmählich von der Malerei zur Bildhauerei überzugehen, die ab 1930 zu seiner Haupttätigkeit wird. Ab 1939 ist er auch journalistisch und schriftstellerisch tätig. Er schreibt Monografien über verschiedene Innerschweizer Persönlichkeiten, so über die Maler Johann Melchior Wyrsch, Heinrich Danioth und den Bildhauer Josef Maria Christen sowie über den Luzerner Konservator und Kunstförderer Paul Hilber. Für sein schriftstellerisches Schaffen erhält er 1963 den Luzerner Pressepreis und 1969 den Innerschweizer Kulturpreis.


Link:
•  Historisches Lexikon der Schweiz